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7. August 2018 übergab Bildungsministerin Karin Prien den Förderbescheid.

Aufgrund hoher Betriebskosten für Beheizung und Warmwasserbereitung in der Akademie Sankelmark hat der Deutsche Grenzverein e.V. beschlossen, eine energetische Sanierung für den Bereich des Hochbaus und der technischen Gebäudeausrüstung in Auftrag zu geben. Die energetische Sanierung der Akademie Sankelmark wird aus dem Landesprogramm Wirtschaft (2014-2020) mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Bildungsministerin Karin Prien übergab den offiziellen Förderbescheid am 7. August 2018 im Rahmen eines Besuchs in der Akademie Sankelmark. Die angesetzten Kosten der Umbaumaßnahmen belaufen sich auf rund 1,8 Mio. Euro und werden in Höhe von 50% vom Landesprogramm Wirtschaft bezuschusst.

Die Akademie Sankelmark wurde am 29. Juni 1952 eröffnet. Anfangs verfügte das Tagungszentrum lediglich über einen einzigen Seminarraum und 24 Gästezimmer. In mehreren Ausbaustufen erweiterte der Deutsche Grenzverein die Kapazität auf vier Seminarräume, ergänzende Gruppenarbeitsräume und 57 Gästezimmer, zuletzt mit dem Bau eines neuen Restaurants und einer neuen Küche. Heute besteht die Akademie Sankelmark aus dem Hauptgebäude Baujahr 1952, einem Küchenanbau von 2004, dem Seminargebäude Baujahr 1972, dem Bettenhaus 1 von 1964 sowie dem Bettenhaus 2 aus dem Jahr 1986. Aufgrund der unterschiedlichen, teils viele Jahrzehnte zurückliegenden Entstehungsjahre weisen die einzelnen Gebäude unter energetischer und wirtschaftlicher Betrachtung unterschiedlichen Sanierungs- und Optimierungsbedarf auf. Die energetische Sanierung der Akademie Sankelmark wird gemäß der Richtlinie zur Förderung von Investitionen zur energetischen Optimierung in Bildungsstätten der allgemeinen, politischen und kulturellen Bildung geplant und umgesetzt.

Der Umbau besteht aus zwei Ausführungsphasen und läuft vom Juli 2018 bis voraussichtlich Mitte 2019. In 2018 werden die Erneuerung der gesamten Heizzentrale sowie der hydraulische Abgleich aller Gebäude durchgeführt. Anschließend werden ab Frühjahr 2019 die Nahwärmeleitung zu den benachbarten Gästehäusern erneuert sowie die hochbaulichen Arbeiten der Dachsanierung und die Erneuerung der Außenfenster durchgeführt.

Für den Umbau der Heizungsanlage im Haupthaus der Akademie wurden ein Gas-BHKW sowie ein Gasbrennwertkessel vorgesehen. Der Anschluss der bestehenden Heizkreise erfolgt an einen neuen Heizkreisverteiler mit modernen geregelten Umwälzpumpen. Die Gebäude werden im Wesentlichen über Heizkörper beheizt, welche parallel zu den Arbeiten im Heizraum hydraulisch abgeglichen werden und somit die notwendige geregelte Hydraulik im Heizungssystem sicherstellen. Die Versorgung der Gebäude mit Warmwasser wird mittels Frischwasserstationen sichergestellt und ersetzt die herkömmliche Speichervariante.

Der jährliche Rückgang des Endenergieverbrauches wird mit Umsetzung der Gesamtmaßnahme ca. 270 MWh/a betragen. Dies entspricht einer gleichzeitigen Einsparung von ca. 85.000 kg CO2 pro Jahr.

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